Zugegeben, der Aprilscherz vieler deutscher Radiosender war auf den ersten Blick ganz witzig. Demnach sollte der Versand von E-Mails bald Geld kosten. Der Haken ist aber: es ist gar kein Scherz! Das haben die kreativen Köpfe hinter der Aktion offenbar übersehen.
Die Rede ist von De-Mail, dem geplanten Kommunikationsmittel zum sicheren Austausch von rechtsgültigen elektronischen Dokumenten. Noch in diesem Jahr soll der Dienst starten. Und wie sieht es dort mit den Kosten aus? Die freie Enzyklopädie Wikipedia weiß dazu: “Sowohl die Einrichtung eines Postfachs als auch der Versand von Nachrichten und die Bestätigung des Versands werden gegebenenfalls kostenpflichtig sein.”
Udo Rupkalwis, Pressesprecher der Piratenpartei Sachsen meint dazu: “Dieser Aprilscherz war ein perfekter Schuss in den Ofen. Die Piraten bieten sich aber gern an, bei künftigen Aktionen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.”
Selbst wenn die “Macher” des Aprilscherzes den Unterschied zwischen E-Mail und De-Mail bedacht haben sollten – der Bürger wird beim ersten Hinhören nur schwer zwischen beiden unterscheiden können.
In Zwickau hat ein junges Paar zu laut gepoppt – nun fliegt es aus der Wohnung.
So oder so ähnlich lauten dieser Tage die Schlagzeilen vieler Medien. Doch was steckt wirklich dahinter? Wahrscheinlich gab es eine Agenturmeldung, die von vielen Journalisten ungeprüft übernommen wurde. Ein Medienprofi würde an dieser Stelle fragen: wie kommt es eigentlich, dass die Medien von einer Wohnungskündigung Wind bekommen? Wieso gibt es in vielen Medien sogar ein Bild des Paares im Bett? Hat da jemand eine Schlagzeile gewittert und das Thema an die einseitige Glocke gehängt?
Diese Nachricht klingt jedoch anders. Offenbar gab es noch unzählige Gründe mehr für eine Kündigung. Doch einfach nur “Ruhestörung” wäre ja keine so griffige Schlagzeile…
Liebe denkenden Mitbürger: Hoch lebe die Medienkompetenz! Vielen Dank an all jene, die bei diesem Sender angerufen haben, um ihrem Ärger Luft zu machen.
Am Freitag (19.03.2010) gingen die Zwickauer Piraten sehr erfolgreich in die Öffentlichkeit, um die Zwickauer über die Neufassung des Jugendmedien-Staatsvertrages (JMStV) zu informieren. Personelle Unterstützung gab es dabei von den Dresdner Piraten. Während die Aktion in der Zwickauer Innenstadt hochprofessionell ablief (Gespräche mit den Passanten, Diskussionen mit interessierten Zwickauern), war die Stimmung zurück in Dresden deutlich lockerer. Kein Wunder – die Zwickauer Piraten hatten die Besucher aus Dresden im Anschluss an die Aktion ins “Brauhaus” mitgenommen, wo das reguläre monatliche Treffen abgehalten wurde.
In Dresden angekommen wurden die Piraten von Dietmar Moews (”Lichtgeschwindigkeit 275″) mit der Kamera empfangen und mussten Rede und Antwort stehen. Die spontanen Reaktionen der Zwickauer Piraten auf dieses Video:
Nils Kunze, Generalsekretär: “So etwas gibt es wahrscheinlich wirklich nur bei den Piraten. Ernsthafte politische Arbeit auf der einen Seite und ein freundschaftliches Beisammensein auf der anderen. Man sieht: Dienst ist Dienst – und Schnaps ist Schnaps! Nochmals vielen Dank für die tatkräftige Unterstützung”
Diana Vogel, Vorsitzende der Piratenpartei Zwickau: “Ich arbeite nun schon lange mit den Dresdner Piraten zusammen und habe dort auch viele gute Freunde gefunden – aber so einen erfolgreichen und gleichermaßen lockeren Abend hatten wir lange nicht mehr. Sie sollten öfter nach Zwickau kommen.”
Udo Rupkalwis, Schatzmeister der Zwickauer Piraten und Landespressesprecher: “Der Kameramann ist eine Katastrophe, aber unterhaltsam. Also: weiter so! Der Zweck heiligt die Mittel. Daumen hoch für Dietmar! Und Danke für den tollen Dresdner Support”
Und für alle, die bislang noch nicht abgeschreckt wurden, hier das Video (PS, an Dirk: es waren weit über 500 Flyer, wie wir am Ende festgestellt haben)