Poppen in Zwickau – Lehrstück in Sachen Medienkompetenz

Geschrieben am 31.03.2010 von Jersygirl Diana Vogel

In Zwickau hat ein junges Paar zu laut gepoppt – nun fliegt es aus der Wohnung.

So oder so ähnlich lauten dieser Tage die Schlagzeilen vieler Medien. Doch was steckt wirklich dahinter? Wahrscheinlich gab es eine Agenturmeldung, die von vielen Journalisten ungeprüft übernommen wurde. Ein Medienprofi würde an dieser Stelle fragen: wie kommt es eigentlich, dass die Medien von einer Wohnungskündigung Wind bekommen? Wieso gibt es in vielen Medien sogar ein Bild des Paares im Bett? Hat da jemand eine Schlagzeile gewittert und das Thema an die einseitige Glocke gehängt?

Diese Nachricht klingt jedoch anders. Offenbar gab es noch unzählige Gründe mehr für eine Kündigung. Doch einfach nur “Ruhestörung” wäre ja keine so griffige Schlagzeile…

Liebe denkenden Mitbürger: Hoch lebe die Medienkompetenz! Vielen Dank an all jene, die bei diesem Sender angerufen haben, um ihrem Ärger Luft zu machen.

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Video: Zwickauer Piraten-Aktion mit Dresdner Unterstützung

Geschrieben am 23.03.2010 von Pressestelle Udo

Am Freitag (19.03.2010) gingen die Zwickauer Piraten sehr erfolgreich in die Öffentlichkeit, um die Zwickauer über die Neufassung des Jugendmedien-Staatsvertrages (JMStV) zu informieren. Personelle Unterstützung gab es dabei von den Dresdner Piraten. Während die Aktion in der Zwickauer Innenstadt hochprofessionell ablief (Gespräche mit den Passanten, Diskussionen mit interessierten Zwickauern), war die Stimmung zurück in Dresden deutlich lockerer. Kein Wunder – die Zwickauer Piraten hatten die Besucher aus Dresden im Anschluss an die Aktion ins  “Brauhaus” mitgenommen, wo das reguläre monatliche Treffen abgehalten wurde.

In Dresden angekommen wurden die Piraten von Dietmar Moews (”Lichtgeschwindigkeit 275″) mit der Kamera empfangen und mussten Rede und Antwort stehen. Die spontanen Reaktionen der Zwickauer Piraten auf dieses Video:

Nils Kunze, Generalsekretär: “So etwas gibt es wahrscheinlich wirklich nur bei den Piraten. Ernsthafte politische Arbeit auf der einen Seite und ein freundschaftliches Beisammensein auf der anderen. Man sieht: Dienst ist Dienst – und Schnaps ist Schnaps! Nochmals vielen Dank für die tatkräftige Unterstützung”

Diana Vogel, Vorsitzende der Piratenpartei Zwickau: “Ich arbeite nun schon lange mit den Dresdner Piraten zusammen und habe dort auch viele gute Freunde gefunden – aber so einen erfolgreichen und gleichermaßen lockeren Abend hatten wir lange nicht mehr. Sie sollten öfter nach Zwickau kommen.”

Udo Rupkalwis, Schatzmeister der Zwickauer Piraten und Landespressesprecher: “Der Kameramann ist eine Katastrophe, aber unterhaltsam. Also: weiter so! Der Zweck heiligt die Mittel. Daumen hoch für Dietmar! Und Danke für den tollen Dresdner Support”

Und für alle, die bislang noch nicht abgeschreckt wurden, hier das Video (PS, an Dirk: es waren weit über 500 Flyer, wie wir am Ende festgestellt haben)

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Google Street View in Meerane

Geschrieben am 20.03.2010 von Pressestelle Udo

Symbolfoto. Google Street View in Berlin. Quelle: Wikipedia

Symbolfoto. Google Street View in Berlin. Quelle: Wikipedia

Die Kamerawagen des umstrittenen Internetdienstes Google Street View erkunden nun offenbar auch das Zwickauer Umland. Am Freitag, 19.03.2010, wurde eines der Fahrzeuge am frühen Nachmittag in Meerane gesichtet.

Die Vorsitzende der Piratenpartei Zwickau, Diana Vogel: “Aus Datenschutzgründen werden Menschen und Nummernschilder seit 2008 weichgezeichnet, also unkenntlich gemacht. So sagt es zumindest das Unternehmen Google. Dennoch sollte man bedenken: Dies geschieht automatisch und ist daher nicht hundertprozentig sicher.”

Bislang ist Google Street View für Deutschland noch nicht im Netz abrufbar. Eine Veröffentlichung ist noch in diesem Jahr geplant.

Google Street View ist ein Internetdienst, mit dem ein Betrachter die Möglichkeit hat, sich am Bildschirm durch Straßen – ja ganze Städte zu bewegen, als würde man dort ganz real laufen oder fahren. Problem: die Bilder sind nur Momentaufnahmen: was das Fahrzeug filmt, ist für Jahre im Internet zu sehen. In die Kritik kam der Dienst durch Datenpannen, etwa als ein volltrunkener Mann in Google Street View verewigt und zum Gespött der Internetgemeinde wurde.

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